Nach Entscheid des Verwaltungsgerichts ist nun die Stadt am Zug

Die Geschäftsführung der Großmarkt Düsseldorf Zwei.Null GbR, ausgestattet mit dem Verhandlungsmandat der Händlermehrheit, erwartet von der Stadtverwaltung, dass in absehbarer Zeit eine rechtssichere Konstruktion gefunden wird, um den Großmarkt umzustrukturieren und zukunftsfähig zu machen.

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat die von der Stadt angestrebte Privatisierung aufgrund verfassungsrechtlicher Bedenken vorerst gestoppt. Ein Sprecher der GbR-Geschäftsführung: „Dass es überhaupt zu Klagen von Händlern gekommen ist, führen wir vor allem darauf zurück, dass einige Fragen zu den gekündigten Vertragsverhältnissen nicht geklärt sind. Die Händler sind verunsichert und auch von der Kommunikation der Ämter enttäuscht.“ Nach unserem Kenntnisstand sind in der Sache weitere Klagen eingereicht.

Dies ändert jedoch nichts an der Absicht, den mit Stadt und IDR erzielten Planungsstand zum Neubau des Großmarkts gemeinsam für die weitere Entwicklung zu nutzen. In den zurückliegenden Gesprächen und Verhandlungen wurden bereits deutliche Fortschritte erzielt. Auch bei den künftigen Mietpreisen ist eine einvernehmliche Lösung aus unserer Sicht greifbar nah.

Sollte der Entscheid des Verwaltungsgerichts einen Projektaufschub bedeuten, muss die Zeit von allen Beteiligten mit Blick auf eine gemeinsame Lösung genutzt werden, die rechtssicher sein muss.

Die Händler selbst unternehmen alles, um jederzeit handlungsfähig zu sein. Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Gründung der Großmarkthallen Düsseldorf eG, die am 7. Dezember erfolgen wird. In der neuen Genossenschaft organisieren sich die Händler des Lebensmittelbereichs in derselben Weise, wie es die Gärtner und Händler des Blumengroßmarkts bereits seit vielen Jahren praktizieren.

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