Nach Entscheid des Verwaltungsgerichts ist nun die Stadt am Zug

Die Geschäftsführung der Großmarkt Düsseldorf Zwei.Null GbR, ausgestattet mit dem Verhandlungsmandat der Händlermehrheit, erwartet von der Stadtverwaltung, dass in absehbarer Zeit eine rechtssichere Konstruktion gefunden wird, um den Großmarkt umzustrukturieren und zukunftsfähig zu machen.

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat die von der Stadt angestrebte Privatisierung aufgrund verfassungsrechtlicher Bedenken vorerst gestoppt. Ein Sprecher der GbR-Geschäftsführung: „Dass es überhaupt zu Klagen von Händlern gekommen ist, führen wir vor allem darauf zurück, dass einige Fragen zu den gekündigten Vertragsverhältnissen nicht geklärt sind. Die Händler sind verunsichert und auch von der Kommunikation der Ämter enttäuscht.“ Nach unserem Kenntnisstand sind in der Sache weitere Klagen eingereicht.

Dies ändert jedoch nichts an der Absicht, den mit Stadt und IDR erzielten Planungsstand zum Neubau des Großmarkts gemeinsam für die weitere Entwicklung zu nutzen. In den zurückliegenden Gesprächen und Verhandlungen wurden bereits deutliche Fortschritte erzielt. Auch bei den künftigen Mietpreisen ist eine einvernehmliche Lösung aus unserer Sicht greifbar nah.

Sollte der Entscheid des Verwaltungsgerichts einen Projektaufschub bedeuten, muss die Zeit von allen Beteiligten mit Blick auf eine gemeinsame Lösung genutzt werden, die rechtssicher sein muss.

Die Händler selbst unternehmen alles, um jederzeit handlungsfähig zu sein. Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Gründung der Großmarkthallen Düsseldorf eG, die am 7. Dezember erfolgen wird. In der neuen Genossenschaft organisieren sich die Händler des Lebensmittelbereichs in derselben Weise, wie es die Gärtner und Händler des Blumengroßmarkts bereits seit vielen Jahren praktizieren.

Weitere Neuigkeiten:

Händler haben Genossenschaft gegründet, um die Weiterentwicklung des Großmarkts zu sichern

Stand der Dinge vom 11. Dezember 2018

Ein nächster wichtiger Schritt, um die Umgestaltung des Düsseldorfer Großmarkt zu sichern, ist getan: Eine Gruppe von Händlern aus dem Lebensmittelbereich haben jetzt die „Großmarkthallen Düsseldorf eG“ gegründet. Die Genossenschaft soll künftig das Betriebsmanagement des umgestalteten Großmarkts übernehmen.

Wird es bald grün? Großmarktgilde will über Entschädigung verhandeln – Radschlägermarkt bleibt

Stand der Dinge am 13. September 2018

Die Grossmarktgilde Düsseldorf hat ihre Breitschaft erklärt, Verhandlungen über den Verkauf des Grossmarktgeländes an die Stadttochter IDR zuzustimmen. Knackpunkt sind nach wie vor die Entschädigungszahlungen. Der beliebte Radschlägermarkt soll – so sind sich alle Seiten einig – auf jeden Fall erhalten bleiben.

Stadt schlägt Mietpreis von € 8,50 vor

Stand der Dinge am 30. August 2018:

Die Händler des Großmarktes sollen für den 2021 fertiggestellten neuen Großmarkt an der Ulmenstraße eine niedrigere Miete zahlen als zunächst seitens der IDR angekündigt. Der neue Vorschlag sieht pro Quadratmeter einen deutlich niedrigeren Spiegel von 8,50 Euro vor. Dies sei zwar immer noch „ein klein wenig von der Schmerzgrenze entfernt“, wie aus Händlerkreisen zu hören ist, dennoch sei man auf dem richtigen Weg.

Großmarkt-Händler und Stadt gehen aufeinander zu

Artikel aus der WZ vom 29. August 2018

Bei den Plänen für die Erneuerung des Großmarktes stritten Stadt und Bautochter IDR mit den Händlern zuletzt vor allem ums Geld. Bei einem Gespräch am Mittwoch im Rathaus mit OB Thomas Geisel und weiteren Vertretern der beteiligten Gruppen ist man sich nun deutlich näher gekommen.

Vergibt Düsseldorf die Chance, einen attraktiven Großmarkt zu bauen?

Artikel aus der Rheinischen Post vom 28. August 2018

Am Mittwoch gibt es im Rathaus ein Spitzentreffen zum Großmarkt. Dabei geht es vor allem um die Miethöhe. Was fehlt, sind Antworten auf die Frage, was der Großmarkt für Düsseldorf eigentlich sein könnte.

Großmarkt-Händler in Düsseldorf proben den Aufstand

Artikel aus der Rheinischen Post vom 25. August 2018

Die Hallen an der Ulmenstraße in Düsseldorf sollen abgerissen und neu errichtet werden. Die Händler wehren sich gegen möglicherweise doppelt so hohe Belastungen. Beim Spitzengespräch im Rathaus soll ein Kompromiss gefunden werden.